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  • »loona1775« ist weiblich
  • »loona1775« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 2 186

Wohnort: Apen

1. Operationsdatum: 1997-01-15

Art der 1. OP: Gastroplastik

Operationsmethode: BPD-DS

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1

Montag, 28. Juni 2010, 10:45

Was bringt die PDA bei der AC?

Hallo Forianer :hallo:

Mich beschäftigt schon die ganze Zeit eine Frage: Was bringt die PDA bei einer AC?
Ich habe das in einem anderen Threat gelesen und frage mich nun eben diese Frage.
Mal doof grefragt, weil ich mich ja nicht damit auskenne, kann man damit umgehen während der OP Lungenmäßig zu krampfen? Denn bei mir ist das Problem das meine OP alle nur sehr kurz sein dürfen weil ich sonst während der OP einen Asthmaanfall bekomme (Tubus) und meine Sauerstoffsättigung gen Null schwindet. So war es wohl laut Aussage meines AC bei der Schlauchmagen-OP.

Auf Antworten von unseren Wissenden bin ich gespannt.
Es gibt Tage, da verliert man und es gibt Tage, da gewinnen die anderen...



Ramona die Nachteule

Forumsbesitzerin und Ansprechpartnerin für Selbsthilfegruppen in Deutschland

  • »Ramona die Nachteule« ist weiblich

Beiträge: 55 827

Wohnort: Ansbach

1. Operationsdatum: 2000-09-08

Art der 1. OP: Magenband

Operationsmethode: Umbau Magenband -> RNY Magenbypass

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2

Montag, 28. Juni 2010, 13:29

Hallo Meike, :hallo:

eine PDA hat mehrere Vorteile.

Zum einen ist man nach der OP schneller schmerzfrei, was bedeutet, dass man schneller wieder mobil ist (Vorbeugung Thrombose) und zum anderen benötigt man, wenn man eine PDA hat, eine schwächere Vollnarkose. Eine Vollnarkose lähmt den Darm und gerade nach einer AC-OP ist es wichtig, dass der Darm schnell wieder in Bewegung kommt. Je schwächer die Vollnarkose ist, desto schneller arbeitet der Darm wieder.

Ich hoffe, ich konnte Dir ein bisschen weiterhelfen.
Lieben Gruß
:eulendrink:
Ramona



9/2000 -> BMI 44,41 * 9/2009 -> BMI 21 -> 10/2012 -> BMI 24 * 12/2013 -> BMI 23 * 5/2014 -> BMI 24 * 9/2014 -> BMI 25


:spende_forum:

  • »loona1775« ist weiblich
  • »loona1775« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 2 186

Wohnort: Apen

1. Operationsdatum: 1997-01-15

Art der 1. OP: Gastroplastik

Operationsmethode: BPD-DS

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3

Montag, 28. Juni 2010, 13:43

Ok danke. Schützt mich aber nicht vor der zusätzlichen Reizung durch den Tubus. Wenn ich den doch nur umgehen könnte........(ich hasse die Panikattaken durch den Asthmaanfall) :(
Es gibt Tage, da verliert man und es gibt Tage, da gewinnen die anderen...



  • »martinm« ist männlich

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Wohnort: Drensteinfurt

1. Operationsdatum: 2010-03-22

Art der 1. OP: RNY - Magenbypass

Operationsmethode: noch nicht operiert

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4

Montag, 28. Juni 2010, 16:36

Hallo Meike,

ja wie Ramona schon sagt, sie macht dich viel schneller mobil und die Schmerzen sind schneller im Griff. Denn über die PDA wird eine Schmerzpumpe angeschlossen, die ständig Schmerzstillende Medis abgibt. Du kannst je nach Schmerzen aber auch die Pumpe alle 20min zusätzlich betätigen.

Nachteil kann aber auch sein, dass sie deine Atmung ein wenig behindert. Bei mir war das leider so, und ich habe schlecht Luft bekommen. Da können dir aber die Mütter oder Hebammen hier im Forum auch etwas zu sagen. Ich fand es nicht so schlimm aber wäre auch glücklich gewesen, wenn sie nach dem zweiten Tag wieder draußen gewesen wäre. Ich mag die ganzen Strippen an meinem Körper nicht!!!!!!!!!!
Liebe Grüße aus Walstedde

Martin

Tage kommen wie sie gehen, nur was man aus ihnen macht liegt an einem selbst!?


  • »loona1775« ist weiblich
  • »loona1775« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 2 186

Wohnort: Apen

1. Operationsdatum: 1997-01-15

Art der 1. OP: Gastroplastik

Operationsmethode: BPD-DS

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5

Montag, 28. Juni 2010, 16:55

Ich glaube nun haben wir uns Missverstanden. Ich meinte eigentlich eine PDA während der OP.
Wie sich eine PDA eigenständig bei mir verhält weiß ich. Habe selbst mit PDA meinen Sohn entbunden.Deshalb kam ich ja auch auf den Gedanken, weil eine Userin hier während ihrer Bypass oder Schlauch-OP eine PDA bekommen hat.
Probleme mit der PDA hatte ich selbst nicht. Bis auf Nachwirkungen was das Sprachzentrum angeht. Ich leide bis heute unter eine leichte Form der Wortfindungsstörung. Man sagte mir das wird sich legen, aber bis heute ist es so. Mein Sohn wurde letzte Woche 2 Jahre.

Nach meiner Schlauchmagen-OP hatte ich kaum Schmerzen und habe bereits auf Intensiv drauf bestanden bitte auf's Klo zu gehen. Ich bin ein Bettflüchtling und mich hält da so gar nichts drin (Thromboseprophylaxe *gg). Die Schmerzpumpe habe ich zweimal benutzt und mir wurde jedesmal speiübel. Mein Arzt sagte das es davon käme, ich habe sie dann abgesetzt und aus meinem Zimmer verbannt. Mein Schmerzpegel ist sehr hoch. Ich brauche kaum Medis dafür.
Es gibt Tage, da verliert man und es gibt Tage, da gewinnen die anderen...



gladius

unregistriert

6

Dienstag, 3. August 2010, 05:03

RE: Was bringt die PDA bei der AC?

Zitat

Original von loona1775
Hallo Forianer :hallo:
...
kann man damit umgehen während der OP Lungenmäßig zu krampfen? Denn bei mir ist das Problem das meine OP alle nur sehr kurz sein dürfen weil ich sonst während der OP einen Asthmaanfall bekomme (Tubus) und meine Sauerstoffsättigung gen Null schwindet. ...


Hallo Loona1775,

nein, kann man nicht mit umgehen.
Aber der Anästhesist kann Dich bei einer OP richtig vorbereiten, anderes Narkosegas, Hydrocortison (zum abschwellen der Schleimhäute) vorweg, spezielles Asthma-Spray durch den Tubus usw.

Du hast hoffentlich einen Notfall-Ausweis, den Du immer bei Dir trägst.
Überspitzt: Werf den Adipositas-Notfall-Ausweis weg und lege diesen in die Handtasche. Ist viel wichtiger!!!

An einer Unfallstelle interessiert es keinen, ob Du am dicken Bauch operiert bist, aber das Du zum Bronchospasmus neigst schon!

  • »blanhe2« ist weiblich

Beiträge: 16

Wohnort: Niederlande (wohne in nähe Frankfurt /Main)

1. Operationsdatum: 2010-08-05

Art der 1. OP: Magenschlauch

Operationsmethode: Magenschlauch

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7

Dienstag, 3. August 2010, 18:34

Noch doofere Frage... ich kenn mich noch nicht so gut aus mit allen diesen medischen Abkürzungen aufs Deutsch.

Wast ist ein PDA? Und für was steht AC?

Danke!

Die Holländerin :)
Helena


gladius

unregistriert

8

Dienstag, 3. August 2010, 22:51

Zitat

Original von blanhe2
...

Wast ist ein PDA? Und für was steht AC?



Hallo,
ist nicht schlimm, denn es gibt soviele Abk.
Die beste Abk. ist HWI!
Bei einem Internisten ist es ein Hinter Wand Infarkt.
Bei einem Urologen ist es der HarnWegsInfekt
ein Unterschied wie Tag und Nacht.

Aber jetzt zu Deiner Frage:

PDA = Peridual Anästhesie (es wird ein ganz dünner Katheter in den Peridualraum gelegt, worüber man Lokalanästhetika spritzt)

AC = Adipositas Chirurgie ( Adipositas= krankhafte Fettleibigkeit, Fettsucht)

schönen Gruss in das flache Ländle :freu:

  • »blanhe2« ist weiblich

Beiträge: 16

Wohnort: Niederlande (wohne in nähe Frankfurt /Main)

1. Operationsdatum: 2010-08-05

Art der 1. OP: Magenschlauch

Operationsmethode: Magenschlauch

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9

Dienstag, 3. August 2010, 23:19

Ahh... Das AC hätte ich eine Vermutung, aber der PDA weniger so.

Danke für die Erklärung!
Helena


  • »Gasmann« ist männlich

Beiträge: 57

Art der 1. OP: keine Angabe

Operationsmethode: keine Angabe

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10

Donnerstag, 15. Dezember 2011, 20:24

Eine PDA ist eine tolle Sache für Schmerzen NACH der OP.
Wir legen sie vor der OP an, um den wirklichen Nutzen hinterher zu haben.
Toll bei OPs die noch lange hinterher starke Schmerzen machen, Kniegelenkersatz, große BauchOPs.
PDA WÄHREND der Vollnarkose zu haben, macht es manchmal einfacher, ist aber verzichtbar und manchmal auch problematisch (Blutdruckabfälle).
Für laparoskop. AC verwenden wir es nicht, da hier die postop. Schmerzen die Risiken nicht rechtfertigen würden.
Es geht auf Intensiv bei AC Patienten auch ohne PDA problemlos.

Bei "Lungenkrämpfen" (meinst Du Asthmaanfälle?) hilft es nicht in der Vollnarkose, PDA dabei zu haben, hier sind andere Maßnahmen gefragt.

LG, Gasmann

  • »Gasmann« ist männlich

Beiträge: 57

Art der 1. OP: keine Angabe

Operationsmethode: keine Angabe

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11

Mittwoch, 2. Mai 2012, 19:40

Im Februarheft der "Anästhesie Intensivmedizin" wird die Anästhesie für AC insgesamt behandelt inklusive einer guten Betrachtung der gesamten Literatur dazu.

Fazit zur PDA:
PDA ist sinnvoll bei LaparoTOMIEN, also OPs mit großem Schnitt der Bauchwand, klassische Darm- und Magenchirurgie - weniger thrombembolische und respiratorische Komplikationen und schnellere Normalisierung der Darmtätigkeit.
Das ist schon länger bekannt.
Für die AC mit laparoSKOPISCHEM Vorgehen hat man die og Vorteile der PDA nicht nachweisen können.
Zudem muss man beim AC Patienten mit größeren Problemen bei der Anlage des PDK rechnen und somit sind hier auch höhere Komplikationsraten bei der PDA zu erwarten.

Eine PDA zur AC wird hier also NICHT empfohlen.

Empfohlen wird ein Vorgehen mit
- Infiltration der Einstichkanäle zur OP mit Lokalanästhetika
- klassische Schmerzthersapie mit Opiaten und nichtsteroidalen Analgetika

Nun, das bestätigt mal meinen Standpunkt.

Was bedeutet es aber für Euch?

1. Der Anästhesist Eures Vertrauens will es konform zum o.g. machen - alles gut, prima.
2. Der Anästhesist Eures Vertrauens will PDA machen, weil er genau für DICH Vorteile sieht.
Auch ok. Wenn´s klappt, prima! Besserer Komfort, weniger Stress.
Aber man sollte die PDA nicht erzwingen wollen.

Aber das gilt vllt für die gesamte Anästhesie: sich nicht in eine Methode als allheilbringend verlieben, geistig flexibel bleiben.

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