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  • »Speckbär« ist männlich
  • »Speckbär« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 80

Wohnort: Berlin

1. Operationsdatum: 0000-00-00

Operationsmethode: noch nicht operiert

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1

Samstag, 10. April 2010, 19:47

Eure Erfahrungen mit dem Schlauchmagen (+ & - )

Hallo Zusammen,

ich bin der Max und turne hier schon ein paar Tage herum und jetzt habe ich eine Bitte an alle SCHLAUCHMAGEN-Besitzer:


Schreibt mir doch bitte einfach mal kurz Eure Erfahrungen mit dem Schlauchmagen - aber bitte sowohl die POSITIVEN, als auch die NEGATIVEN Dinge:
(ich bin auch dankbar für jeden Link, falls ihr die Fragen schon tausend mal beantwortet habt ;-)

Was mich interessiert:

Wie lief es nach der OP?
Wie lange wart ihr im Krankenhaus?
Bei wem habt ihr euch operieren lassen?
Gab es Komplikationen, Schmerzen, Probleme? (bitte auch Kleinigkeiten, oder geringfügige Komplikationen)
Wie lange hat es gedauert, bis alles wieder "normal" war nach der OP (bezogen auf Schmerzen, Bewegung)
Mit welchem Gewicht habt ihr die OP machen lasen? (interessiert mich vor allem, wenn es Komplikationen bei der OP gab)
Wie lange habt ihr den Schlauchmagen schon?
Habt Ihr noch Hungerattacken? oder überhaupt Hunger?
Habt ihr das Gefühl euch fehlt was?
Fehlt Euch das Essen?
Fühlt ihr Euch schlapp, oder kraftlos?
Was für ein Futter-Typ wart ihr?
Habt ihr den Weg unterschätzt, oder überschätzt?
Hat sich das, was ihr auf euch genommen habt mit der OP, gelohnt?
Hat die OP auch euren Kopf entlastet, oder blieb die Gier nach schlechtem essen?
Konntet ihr euer Essverhalten nach der OP leichter umstellen, als bei den zig Diäten vorher?
Habt ihr auf Süßigkeiten und Cola und so was leichter verzichten können, weil ihr keinen Hunger hattet?
Wie zeitintensiv ist die Nachsorge bei euch?
Und nicht zu letzt - mit all eurem heutigen Wissen und Erfahrungen - würdet ihr es wieder tun?

Die Frage geht an alle - auch an die NICHT-Magenschlauch-Besitzer
Essen ist ja auch soziale Kommunikation(mit Freunden essen gehen, eingeladen werden und so, im Job, die Feiertage und so) Fehlt euch das irgendwie? Oder fühlt ihr euch eher befreit, weil es kein Kampf mehr ist?

Ich würde mich über viele Meinungen freuen. Im Komplikationenbereich stehen nur 2 Beiträge. ich möchte gerne möglichst viel wissen, damit ich weiß was auf mich zukommen kann.

Der Doc sagte mir, er habe noch keine ernsthaften Komplikationen bei der OP erlebt. Würde er mir sagen, wenn er jeden zweiten tag Komplikationen hatte? Ich möchte es von Euch wissen - ihr seit wie ich und kein Halbgott in weiß ;-)

Vielen Dank für eure Mühe

:dankeschön:

Max

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Speckbär« (10. April 2010, 19:53)


  • »Blubbertasche« ist weiblich

Beiträge: 8

Wohnort: Augsburg

1. Operationsdatum: 2010-02-08

Art der 1. OP: Magenschlauch

Operationsmethode: Magenschlauch

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2

Samstag, 10. April 2010, 20:27

RE: Eure Erfahrungen mit dem Schlauchmagen (+ & - )

Hallo Max,

ich bin vor fast 10 Wochen im Zentralklinikum Augsburg operiert worden und habe seitdem nun fast 30 kg (Anfangsgewicht 165 kg ) agenommen.
Meine OP verlief komplikationslos nur mit den Narkosenachwirkungen hatte ich ganze 2 Tage zu kämpfen und lag flach :kotz:
Aber ab dem 3.Tag ging es mir super und am Freitag (Dienstag operiert) bin ich dann nach Hause.
Ich hatte keine schmerzen und war ziemlich schnell wieder Fit.
Das Essen kontroliert nicht mehr mein Leben und ich komme mit den kleinen Portionen sehr gut zurecht.Hungeratacken hab ich nur im Kopf (Futterneid!!!" Warum darf der Hamburger essen und ich nicht :grinsen":)den so richtig Hunger hab ich kaum mehr.
Es fiel mir nach der OP deutlich leichter meine Ernährung umzustellen und mit jedem Kilo wird mein Ergeiz mehr entfacht.
Der Schlauchmagen war die beste
Entscheidung meines Lebens ich fühl mich gesünder, bin aktiver, habe Spaß am Sport was ich nie gedacht hätte ;),nehme immer mehr ab und genieße mein Leben wieder in vollen Zügen.
Schade nur das ich so lang damit gewartet hab sonst hätte ich mir so manches Kg sparen können :kopf:

Viel Glück auf deinem Weg.

Jessy

  • »loona1775« ist weiblich

Beiträge: 2 178

Wohnort: Uplengen

1. Operationsdatum: 1997-01-15

Art der 1. OP: Gastroplastik

Operationsmethode: BPD-DS

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3

Samstag, 10. April 2010, 20:52

Wie lief es nach der OP?
die ersten Drei MOnate waren gut.
Wie lange wart ihr im Krankenhaus?
8 Tage - dann vorzeitig entlassen auf eigene Gefahr
Bei wem habt ihr euch operieren lassen?
Friesoythe Doc. Weise
Gab es Komplikationen, Schmerzen, Probleme? (bitte auch Kleinigkeiten, oder geringfügige Komplikationen)
Komplikationen während meines Umbaus - deshalb als Not-OP den Schlauchmagen
Wie lange hat es gedauert, bis alles wieder "normal" war nach der OP (bezogen auf Schmerzen, Bewegung)
10 Jahre !!!
Mit welchem Gewicht habt ihr die OP machen lasen? (interessiert mich vor allem, wenn es Komplikationen bei der OP gab)
154 Kilo
Wie lange habt ihr den Schlauchmagen schon?
14 Monate
Habt Ihr noch Hungerattacken? oder überhaupt Hunger?
Ja, und das von Anfang an.
Habt ihr das Gefühl euch fehlt was? Fehlt Euch das Essen?
Im Moment schon, denn ich bin auf Eiweiß-Diät (bis zu NULL Kohlehydrate)
Fühlt ihr Euch schlapp, oder kraftlos?
Nein, weil es bei einem Schlauchmagen keine Mangelerscheinung gibt.
Was für ein Futter-Typ wart ihr?
Ganz zuerst Allerverwerter, dann vor dem Umbau absoluter Sweeter und Fettjunkie.
Habt ihr den Weg unterschätzt, oder überschätzt?
Nein - ich wusste gut bescheid.
Hat sich das, was ihr auf euch genommen habt mit der OP, gelohnt?
Immerhin mit Schlauch 20 Kilo minus - Konstant
Hat die OP auch euren Kopf entlastet, oder blieb die Gier nach schlechtem essen?
Die Gier bleibt, denn wir weden am Magen operiert und nicht am Kopf!
Konntet ihr euer Essverhalten nach der OP leichter umstellen, als bei den zig Diäten vorher?
Diät ist kein Ernährungsumstellung. Aber ja, ich konnte es nach dem Umbau leichter.
Habt ihr auf Süßigkeiten und Cola und so was leichter verzichten können, weil ihr keinen Hunger hattet?
Nein, die Gier bleibt. Und als Sweeter ist ein Schlauchmagen völlig Sinnlos.
Wie zeitintensiv ist die Nachsorge bei euch?
5 Minuten alle drei Monate
Und nicht zu letzt - mit all eurem heutigen Wissen und Erfahrungen - würdet ihr es wieder tun?
Den Umbau ja, aber nicht den Schlauchmagen.
Es gibt Tage, da verliert man und es gibt Tage, da gewinnen die anderen...



  • »Speckbär« ist männlich
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Wohnort: Berlin

1. Operationsdatum: 0000-00-00

Operationsmethode: noch nicht operiert

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4

Samstag, 10. April 2010, 21:07

@ Blubbertasche und Loona

danke Euch für die Infos :drueck:

Loona - sag, ich versteh das mit dem Umbau nicht so richtig - Du hattest eine Gastroplastik (was auch immer das ist) und musstest dann umgebaut werden und hast bei dem Umbau einen Schlauchmagen bekommen?

Warum musste das sein? und warum würdest du den Schlauchmagen nicht noch mal machen lassen?
Wart du für den Schlauchmagen 8 Tage im Krankenhaus oder für die Gastroplaszik? oder warst du so lange im Krankenhaus, weil es diese Probleme gab?

Was würdest du tun, wenn du jetzt noch mal die Wahl hättest?

Danke für eure Geduld beim Fragen beantworten
:positiv:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Speckbär« (10. April 2010, 21:09)


  • »Paulaa« ist weiblich

Beiträge: 223

Wohnort: Osnabrück

1. Operationsdatum: 2009-09-30

Art der 1. OP: Magenschlauch

Operationsmethode: noch nicht operiert

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5

Samstag, 10. April 2010, 21:32

Eure Erfahrungen mit dem Schlauchmagen

Hallo!!!


Also ich bin vor 6 Monaten operiert worden, mein Startgewicht war 125 kg und zur Zeit stehe ich (seit 3 Wochen :() bei 81-80 kg, also minus 44-45 kg. Meine OP verlief gut, war mit den Untersuchungen vorher eine Woche im Krankenhaus.
Probleme habe ich nur ab und zu noch mit warmen Speisen.
Hunger habe ich keinen mehr seit der OP, vergesse aber auch leider dadurch wenn ich im Stress bin zu essen. Sonstige Probleme hatte ich mit meinen Haaren, die mir immer noch leicht ausfallen, aber macht nichts jetzt habe ich sie halt etwas kürzer.(Wollte ich schon immer). Vom Essen her war ich beides ein SÜßER und ein VIELESSER. Für mich ist der Schlauchmagen das BESTE (mit meinen Kindern) was mir passiert ist, ich persönlich würde es immer wieder machen. Mit dem Treffen, Essengehen mit Freunden und Familie gehe ich immer noch gerne, aber jetzt nicht mehr zum übermäßigen :alles:, sondern zum GENIESEN, Essen steht nicht mehr an erster Stelle.
Also, das kann ich Dir von meiner Erfahrung berichten, hoffe ich konnte einige Fragen beantworten.
Lg.Paulaa

  • »loona1775« ist weiblich

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Wohnort: Uplengen

1. Operationsdatum: 1997-01-15

Art der 1. OP: Gastroplastik

Operationsmethode: BPD-DS

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6

Samstag, 10. April 2010, 21:45

Zitat

Original von Speckbär
Loona - sag, ich versteh das mit dem Umbau nicht so richtig - Du hattest eine Gastroplastik (was auch immer das ist) und musstest dann umgebaut werden und hast bei dem Umbau einen Schlauchmagen bekommen? Richtig!

Warum musste das sein? Ich bekam meine erste OP 1997 - nahm von 120 Kilo auf 80 ab. Das hielt ungefähr ein Jahr. Irgendwas passierte dann aber in meinem Magen und ich konnte von da an nicht mehr richtig essen. Ich habe mich ungefähr 10 Jahre von Fetten und Süßen ernährt weil nichts anderes ging. Wenn ich so leckere Sachen wie ein gewöhnliches Putenschnitzel mit Salat gegessen habe war das Klo mein bester Freund. 10 Jahre :kotz: - man unterstellte mir bereits eine Bulemie. Ich wurde durch die Gastroplastik zum Sweeter (Süßesser) und daher ist ein Schlauchmagen völlig sinnlos bei Leuten die Sweeter sind und Refluxkrankheiten haben. Warum ich nicht eher den Umbau bekam?!? Weil von der damaligen Klinik keinerlei Nachsorge veranlasst wurde. Es gab keine SHG's und diese Themen der gesamten AC wurde noch nicht so offen besprochen wie man es heute macht. Ich habe nur durch Zufall von einer Umbau-Möglichkeit gehört. und warum würdest du den Schlauchmagen nicht noch mal machen lassen? Ich wollte von anfang an nie ein Schlauchmagen, mein Antrag lief auch auf Umbau zum Bypass. Aber während der OP bekam ich Lungenprobleme und mein Bauch war voller verwachsungen. so musste sich mein Arzt zu einer schnellen Variante entscheiden. Glücklich bin ich damit nicht. Denn ich habe mich erneut unters Messer gelegt um nicht mehr Diät zu leben. Dies muss ich aber, sonst nehme ich kein Gramm ab.

Wart du für den Schlauchmagen 8 Tage im Krankenhaus oder für die Gastroplaszik? oder warst du so lange im Krankenhaus, weil es diese Probleme gab? Ich sollte die vorgeschriebenen 10 Tage drin bleiben. Habe mich vorzeitig dann aber selbst entlassen, weil es mir gut ging und ich nicht einsah länger dort rumzuliegen, nur um die Betten zu besetzen. Letztes Jahr waren die Krankenhaustage noch bei 10 Tage. Heute sind alle bereits nach 5 Tagen draussen, wenn es gut läuft.

Was würdest du tun, wenn du jetzt noch mal die Wahl hättest?
Von Anfang mit Hilfe einer Ernährungsberatung und Verhaltenstherapie versuchen meine 120 Kilo, die ich damals hatte, in den Griff zu bekommen. Wenn ich die Wahl hätte würde ich mich nie operieren lassen. Nun habe ich keine mehr. Meine letzte Chance heißt nun ein letzter Umbau auf BPD.

Danke für eure Geduld beim Fragen beantworten
:positiv:


Was die genauen OP-Methoden sind kannst du mal ganz oben unter den Links hier im Forum nachschauen. Dort wird alles haarklein erklärt.
Es gibt Tage, da verliert man und es gibt Tage, da gewinnen die anderen...



  • »Frühchenmami« ist weiblich

Beiträge: 1 192

Wohnort: Berlin

1. Operationsdatum: 2008-08-12

Art der 1. OP: Magenschlauch

Operationsmethode: Magenschlauch

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7

Samstag, 10. April 2010, 22:23

Hi Max :willkommen: hier im Forum,

jetzt zu deinen Fragen ;)


Wie lief es nach der OP?

...Mir ging es vom 1. Tag an super, bin sogar aufgestanden OHNE vorher das Pflegepersonal zu fragen. Die waren ziemlich "sauer" als sie erfahren haben, das ich schon alleine den Weg zum WC gegangen bin.

Wie lange wart ihr im Krankenhaus?

... 5 Tage

Bei wem habt ihr euch operieren lassen?

... Prof. Dr. Lange

Gab es Komplikationen, Schmerzen, Probleme? (bitte auch Kleinigkeiten, oder geringfügige Komplikationen)

... Nein

Wie lange hat es gedauert, bis alles wieder "normal" war nach der OP (bezogen auf Schmerzen, Bewegung)

... Schmerzen hatte ich kaum (bin aber auch nicht so zimperlich :grinsen:). Bewegen konnte ich mich, mit jedem gefallenen Kilo besser.

Mit welchem Gewicht habt ihr die OP machen lasen? (interessiert mich vor allem, wenn es Komplikationen bei der OP gab)

... 170,5 Kg

Wie lange habt ihr den Schlauchmagen schon?

... Seit 20 Monaten

Habt Ihr noch Hungerattacken? oder überhaupt Hunger?

... Seit meiner OP habe ich KEIN Hungergefühl mehr.

Habt ihr das Gefühl euch fehlt was?

... Am Anfang der OP (die ersten 8 Wochen) war es schon eine Krasse Umstellung, aber nach knapp 2 Jahren ist allet Tutti.

Fehlt Euch das Essen?

... Wie geschrieben die ersten 8 Wochen. Heute vergesse ich das Essen eher, da ich nicht dran denke, eben weil ich KEIN Magenknurren o.ä. habe.

Fühlt ihr Euch schlapp, oder kraftlos?

... Wenn ich das Trinken oder Essen mal wieder vernachlässige ja. Das liegt aber an mir und hat nichts mit der OP zu tun ;)

Was für ein Futter-Typ wart ihr?

... Sowohl deftig, also auch Sweeteater

Habt ihr den Weg unterschätzt, oder überschätzt?

... Überschätzt, hätte es mir viel schlimmer vorgestellt!

Hat sich das, was ihr auf euch genommen habt mit der OP, gelohnt?

... Aber HALLO, na klar ich bin 92 Kg LEICHTER :grinsen:

Hat die OP auch euren Kopf entlastet, oder blieb die Gier nach schlechtem essen?

... Ich tendiere heute leider in das andere Extrem :( Wenn ich ans Essen denke - habe ich im Kopf, das ich davon wieder Dick werde. Also esse ich seeeeeehr wenig.

Konntet ihr euer Essverhalten nach der OP leichter umstellen, als bei den zig Diäten vorher?

... siehe oben.

Habt ihr auf Süßigkeiten und Cola und so was leichter verzichten können, weil ihr keinen Hunger hattet?

... Cola habe ich vor der OP auch nicht getrunken, daher also nicht vermisst.
Und ja, ich verzichte weil ich keinen Hunger habe.

Wie zeitintensiv ist die Nachsorge bei euch?

... Ich war bis heute nur 2 mal da.

Und nicht zu letzt - mit all eurem heutigen Wissen und Erfahrungen - würdet ihr es wieder tun?

... JA


LG
Miri
TRÖÖÖÖÖT :grinsen:



Über mich



  • »lotta« ist weiblich

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Wohnort: Deutschland

1. Operationsdatum: 2009-05-19

Art der 1. OP: Magenschlauch

Operationsmethode: Magenschlauch

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8

Samstag, 10. April 2010, 22:36

Wie lief es nach der OP?
ich war schlapp.aber nachdem ich vitamine zugeführt habe,ging es.
Wie lange wart ihr im Krankenhaus?
7 tage
Bei wem habt ihr euch operieren lassen?
dr.birk,zweibrücken.
Gab es Komplikationen, Schmerzen, Probleme? (bitte auch Kleinigkeiten, oder geringfügige Komplikatitonen)
überhaupt nicht.noch nicht mal schmerzen.mir ging es super nach der op
Mit welchem Gewicht habt ihr die OP machen lasen? (interessiert mich vor allem, wenn es Komplikationen bei der OP gab)182,5kilo
Wie lange habt ihr den Schlauchmagen schon?
fast 11 monate
Habt Ihr noch Hungerattacken? oder überhaupt Hunger?
Ja aber wenn man anstatt was zu essen,trinkt,ist man gleich wieder satt!
Habt ihr das Gefühl euch fehlt was? Fehlt Euch das Essen?
nein keinesfalls.im gegenteil,weil ich nicht mehr so viel essen brauche,habe ich mehr zeit für sport und sonstiges
Fühlt ihr Euch schlapp, oder kraftlos?
manchmal fühle ich mich schon schlapp.das ist meistens dann,wenn ich wieder abgenommen habe.
Was für ein Futter-Typ wart ihr?
ich war ein ganz großer vielesser
Habt ihr den Weg unterschätzt, oder überschätzt?
Nein - weder noch
Hat sich das, was ihr auf euch genommen habt mit der OP, gelohnt?
mein leben ist endlich wieder lebenswert.ich kann wieder dinge tun,die ich nicht mehr konnte.fahrrad fahren,joggen u.s.w.
Hat die OP auch euren Kopf entlastet, oder blieb die Gier nach schlechtem essen?
ich habe keine gier nach schlechtem essen.habe kaum appetit.ist aber für mich nicht schlimm.
Konntet ihr euer Essverhalten nach der OP leichter umstellen, als bei den zig Diäten vorher?
oh ja,weil das ghrelin fehlt und ich eigentlich nur noch esse,weil ich halt hunger habe und es zeit ist
Habt ihr auf Süßigkeiten und Cola und so was leichter verzichten können, weil ihr keinen Hunger hattet?
eindeutig ja.ich verzichte seit der op auf süßes.
Wie zeitintensiv ist die Nachsorge bei euch?
täglich meine vitamintabletten und einmal monatlich eine b12-spritze.mehr nicht.ach ja,alle drei monate zu dr.birk,im moment noch.
Und nicht zu letzt - mit all eurem heutigen Wissen und Erfahrungen - würdet ihr es wieder tun?
ja auf jedenfall!
op-gewicht: 182,5 kg
momentanes gewicht: 66,7kg

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9

Samstag, 10. April 2010, 22:45

@Frühchenmami

Danke dir für deine Erfahrungen :-)
Ich weiß natürlich nicht, ob ich die OP so unkompliziert überstehe, aber ich denke, es wird sich bei mir mit dem Essen anschließend auch so verhalten wie bei dir. Wenn der Hunger weg ist, kommt der Kopf selten auf dumme Gedanken.


@Loona

So ganz langsam verstehe ich auch deine Aussagen in dem anderen Tread. Da habe ich mich zwar über eine Aussage aufgeregt, aber mit deinen Erfahrungen ist es natürlich nicht verwunderlich, dass du so sprichst.

Was ganz komisch ist - vor dem Gedanken, dass ich während so einer OP sterben könnte, habe ich gar keine Angst und das schreckt mich auch nicht ab (obwohl ich noch nie suizid Gedanken hatte, oder so was). Die Vorstellung dass es aber Komplikationen gibt, die mich wieder daran hindern einfach normal zu leben - die macht mich echt fertig. Wenn mir hier jemand sagen würde, es sind 3 Leute daran gestorben, würde ich das Risiko trotzdem sofort eingehen. Ich habe keine Angst davor. Aber 10 Jahre kotzen ist auch nicht besser, als meine momentane Fresssucht.

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10

Samstag, 10. April 2010, 22:49

@ Lotta

ich danke dir für die Infos :-)

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11

Samstag, 10. April 2010, 22:57

Danke ;)
Ich versuche immer nur klar zu machen das ALLE OP's ihr Für und Wider haben. Es gibt keine OP ohne Verzicht, Einschränkung und absolute Disziplin.
Ich bin vom Regen in die Traufe gegangen und lege jetzt alle meine Hoffnung in die allerletzte Option die mein Magen überhaupt hergibt. Ich bin momentan in der VH. Ernährungsberatung habe ich zwei gehabt und bei jedem male mehr gewusst wie die EB. Das ist schlecht!
Ich überlege schon ganz lange ob ich die dritte OP überhaupt machen lassen soll. Denn mit jeder OP wird das Gewebe schlechter. Und es kann zu Spätkomplikationen kommen. Es gibt hier auch in dieser Hinsicht viele Beispiele die zum Nachdenken anregen.

Auch in unserer SHG ist es immer wieder verwunderlich das so viele Patienten meine Negativerfahrungen nicht hören wollen. Dabei ist es so wichtig beide Seiten der Medaille zu kennen. Es wäre so schön wenn der eine oder andere abnehmen würde ohne OP. Dabei ist das Abnehmen meist nicht das Thema, sondern das anschliessende halten. Das muss gewährleistet werden. Kann es aber nicht, dazu sind wir zu labil. Denn alle haben nur diese Pfunde drauf (mit ausnahmen von Krankheiten) weil sie seelisch labil sind. So meine Meinung.
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12

Sonntag, 11. April 2010, 00:23

@ Loona

vor allem Anderen: ich wünsche dir, dass du ganz viel Kraft hast, die für DICH richtige Entscheidung zu treffen und das du damit 100% Erfolg hast und das Drama endlich beenden kannst! Ich drücke dir dafür jedenfalls alle vorhandenen Daumen!!!! :drueck:

Für mich sind diese Negativen Berichte auch ganz wichtig und ich WILL sie hören !!! Ich war in dem anderen Tread nur etwas pikiert, weil ich eben nicht denke, dass jemand anderes wirklich beurteilen kann, was für mich richtig oder falsch ist. Aber vergessen - ich versteh es ja jetzt.

Ich weiß gar nicht, ob "labil" der richtige Ausdruck ist. Ich denke, bei uns ist das Essen ein Symptom für ein (oder mehrere) Probleme. Das schwierige ist das Problem zu finden - und da gebe ich dir vollkommen Recht - die OP alleine wird niemals etwas verändern, wenn man nicht versucht vielschichtig sein Leben durchforstet. Weißt du - das ist zwar für uns kein Trost - aber im Grunde sind wir alles andere als schwach - denn die meisten von uns sind zwar dick (von mir aus auch fett) aber sie meistern ihr alltägliches Leben noch (Familie, Kinder, Job) und die Fettleibigkeit bremst im Grunde nur, wenn man sich selbst in manchen Bereichen einfach übergeht und zu schnell über Dinge weg rast, bei denen man mal hätte halten sollen und vielleicht auch einen anderen Weg nehmen sollen. Ich glaube, dicke Menschen suchen die Schuld eigentlich immer bei sich selbst und nie bei anderen.

Ich glaube, dass ich für mich mein größtes Problem gefunden habe (das ist die eigentliche Leistung) und das ich es bisher schon ganz gut aus dem Weg geschafft habe. Das Essen bekomme ich irgendwie nicht in den Griff und eigentlich wäre das auch gar nicht so schlimm, wenn die Waage nicht stetig nach oben ginge. Das Ende vom Lied ist, das man zu den Problemen, die man schon hat - noch ein fettes Problem dazu bekommt. Für mich ganz persönlich bedeutet dick sein, wieder gefangen in meinem Körper zu sein. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit. Möglicherweise würde ich es jetzt ohne OP schaffen, wenn ich 84 Kilo wiegen würde und ganz ruhig das Problem angehen könnte mit meinem neuen Leben. Statt dessen gerate ich aber mit jedem Pfund in absolute Panik, das sich das Tor zum Leben wieder schließt - jetzt wo es gerade endlich mal auf war. Es ist unglaublich, was ich seit 15 Kilo alles nicht mehr mache und vor 15 Kilo alles noch gemacht habe.

Ich bin sicher, ich werde noch mal den richtigen Weg finden und am Ende steht das Ziel. Und wenn nicht - ganz ehrlich - ich habe nichts zu verlieren - denn das leben als Sklave seiner Essgewohnheiten ist für mich nicht lebenswert. Es ist ein reiner Kampf und entweder ich gewinne den jetzt endlich ein für alle mal, oder ich lasse es ganz. Aber darüber möchte ich nicht nachdenken, weil ich WEIß, dass ich den kampf gewinnen werde.

Und du wirst ihn auch noch gewinnen!

Ich danke euch jedenfalls noch mal ganz herzlich für alle guten Tipps und Ratschläge. Und ich will ALLES wissen - auch wenn es unbequem ist.

  • »Clara« ist weiblich

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1. Operationsdatum: 2009-01-21

Art der 1. OP: Magenschlauch

Operationsmethode: BPD-DS

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13

Sonntag, 11. April 2010, 00:58

RE: Eure Erfahrungen mit dem Schlauchmagen (+ & - )

Lieber Max,

bitte lies gerne meinen OP Bericht unten zum anclicken.

Gruß, Clara

  • »Christa1954« ist weiblich

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1. Operationsdatum: 2009-03-25

Art der 1. OP: Magenschlauch

Operationsmethode: Magenschlauch

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14

Sonntag, 11. April 2010, 05:28

RE: Eure Erfahrungen mit dem Schlauchmagen (+ & - )

:hallo:

Meine OP ist jetzt über einem Jahr her, ich fühle mich sehr wohl damit.
Habe nie Probleme mit dem essen gehabt.

War 9 Tage im Krankenhaus, weil mir mein Hals so weh tat das ich kaum schlucken konnte und so nicht genug Flüßigkeit bekam, deshalb musste mir nach geholfen werden.
War insgesamt 5 Wochen krank geschrieben und habe mich am Anfang sehr schwach gefühlt, war nach dem essen sehr oft müde musste mich viel hinlegen.
Nach einer Woche arbeiten habe ich mir noch eine Woche Urlaub genommen, danach ging es stehts Bergauf mit mit und mit dem Gewicht Bergab.
Habe viele Stillstände in letzter Zeit, aber nur was das Gewicht betrifft, mein Körper ändert sich zurzeit stark, trotz gleichen Gewicht brauche ich fast 2 Kleidergrößen weniger.

Essen könnte ich alles aber ich mag es nicht mehr, habe seit 1 jahr nichts süßes gegessen, weil süß egelhaft schmeckt.

Ich würde den Schlauchmagen jederzeit wieder machen lassen, für mch kam nur der in Frage weil ich keine Dumping habe wollte, auch wegen meines Berufes.

Essen ist für mich nebensache geworden.
LG Christa 1954



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1. Operationsdatum: 0000-00-00

Operationsmethode: noch nicht operiert

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15

Sonntag, 11. April 2010, 11:30

Liebe Christa, Liebe Clara,

danke für eure Berichte :-)

@ Clara:

Warum bist du ins Krankenhaus Sachsenhausen gegangen? Sind die irgendwie spezialisiert (wahrscheinlich, ja, sonst wärst du nicht hin)?

Ich muss mir Alternativen zur MIC-Klinik suchen, wenn die Kasse bei mir nicht mitspielt - da käme Frankfurt für mich logistisch gut in Frage. Ich wusste bisher aber nur vom Marienkrankenhaus.
Ich möchte natürlich in jedem Falle in einem Krankenhaus landen, die das ständig operieren und nicht nur ein, zwei Mal im Jahr.
Wäre lieb, wenn du mir noch kurz was zu den Hintergründen des Krankenhauses sagst.

Gruß

Max

  • »Sternschnuppe.gabi« ist weiblich

Beiträge: 839

Wohnort: Hannover

1. Operationsdatum: 2010-01-06

Art der 1. OP: Magenschlauch

Operationsmethode: keine Angabe

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16

Sonntag, 11. April 2010, 11:40

RE: Eure Erfahrungen mit dem Schlauchmagen (+ & - )

:hallo:

meine Erlebnisse rund um die OP findest Du im Unterforum "Wie es mir geht" "Das war nicht so geplant, Sternschnuppe Gabi".

Jetzt geht es mir prima. Ich habe keinen Hunger, aber oft Appetit. Ich merke, dass mein Kopf noch Mühe hat mitzukommen, aber es wird immer besser. Es gibt einiges zu lernen und auch umzusetzen.
So ganz von selbst geht das alles nicht.
Du bist ja dabei dabei, Dich super vorzubereiten. Hut ab!
Ich drücke Dir die Daumen, und bin gespannt wie es mit dir weiter geht.


Liebe Grüße

Gabi




Lieber Gott, bitte schenke mir Geduld. Sofort!!!!:positiv:

Ramona die Nachteule

Forumsbesitzerin und Ansprechpartnerin für Selbsthilfegruppen in Deutschland sowie SHG-Leitung

  • »Ramona die Nachteule« ist weiblich

Beiträge: 54 871

Wohnort: Ansbach

1. Operationsdatum: 2000-09-08

Art der 1. OP: Magenband

Operationsmethode: Umbau Magenband -> RNY Magenbypass

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17

Sonntag, 11. April 2010, 12:25

Zitat

Original von loona1775
Ich überlege schon ganz lange ob ich die dritte OP überhaupt machen lassen soll. Denn mit jeder OP wird das Gewebe schlechter. Und es kann zu Spätkomplikationen kommen. Es gibt hier auch in dieser Hinsicht viele Beispiele die zum Nachdenken anregen.

Auch in unserer SHG ist es immer wieder verwunderlich das so viele Patienten meine Negativerfahrungen nicht hören wollen. Dabei ist es so wichtig beide Seiten der Medaille zu kennen. Es wäre so schön wenn der eine oder andere abnehmen würde ohne OP. Dabei ist das Abnehmen meist nicht das Thema, sondern das anschliessende halten. Das muss gewährleistet werden. Kann es aber nicht, dazu sind wir zu labil. Denn alle haben nur diese Pfunde drauf (mit ausnahmen von Krankheiten) weil sie seelisch labil sind. So meine Meinung.


Zitat

Original von loona1775
Ich überlege schon ganz lange ob ich die dritte OP überhaupt machen lassen soll. Denn mit jeder OP wird das Gewebe schlechter. Und es kann zu Spätkomplikationen kommen. Es gibt hier auch in dieser Hinsicht viele Beispiele die zum Nachdenken anregen.

Auch in unserer SHG ist es immer wieder verwunderlich das so viele Patienten meine Negativerfahrungen nicht hören wollen. Dabei ist es so wichtig beide Seiten der Medaille zu kennen. Es wäre so schön wenn der eine oder andere abnehmen würde ohne OP. Dabei ist das Abnehmen meist nicht das Thema, sondern das anschliessende halten. Das muss gewährleistet werden. Kann es aber nicht, dazu sind wir zu labil. Denn alle haben nur diese Pfunde drauf (mit ausnahmen von Krankheiten) weil sie seelisch labil sind. So meine Meinung.


Ich würde nicht unbedingt sagen, dass wir seelisch labil sind, sondern dass oftmals die Ursachen nicht ausreichend geklärt und professionell angegangen wurden.

Ich habe auch manchmal den Eindruck, dass die User nur die eine Seite der Medaille lesen wollen. Dies war allerdings bei mir früher auch so. Erst als ich die andere Seite der Medaille kennenlernen musste, ging mein Blick über den Tellerrand hinaus.

Wo ich Dir (leider) zu 100 % zustimmen muss, dass mit jeder weiteren Operation das Gewebe mehr und mehr "beleidigt" ist. Es kann lange und oftmals gut gehen, es kann aber auch anders laufen.

Wenn Du eine realistische Chance hast, Dein Gewicht ohne weitere OP zu reduzieren, dann solltest Du diesen Weg gehen. Dies ist aber aufgrund meiner Erfahrungen meine persönliche Meinung.
Lieben Gruß
:eulendrink:
Ramona



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18

Sonntag, 11. April 2010, 12:36

Hallo Gabi,

danke für die Info - ich schaue gleich rüber.

Für mich ist das natürlich eine riesen Abwägungssache und ich muss natürlich alles wissen um entscheiden zu können, ob alles das, was passieren kann im Verhältnis zu dem Ergebnis steht.

Was mir die letzten Tage so aufgefallen ist - es geht mir eigentlich nicht ums abnehmen - deshalb interessiert mich auch nicht so sehr, wie viel jemand mit der OP abgenommen hat. Mir geht es darum, dass mein Körper wieder normal reagiert und mit normalen Mengen auskommt und demzufolge, gesunde und normal Signale ans Hirn schickt. Das Abnehmen schaffe ich dann alleine - das weiß ich ganz genau. Ich habe alle Vorraussetzungen dafür - wenn nur diese falschen Signale weg sind und die Heißhungeratacken verschwinden.

Ich bin mittlerweile ziemlich sicher, dass der Schlauchmagen die richtige Wahl für mich ist - die meisten hier berichten eigentlich genau das, was ich erwarte.

Jetzt geht es nur noch darum, möglichst alle Konsequenzen zu kennen, wenn NICHT alles glatt läuft. Mit diesen Informationen muss ich dann schauen, ob es das trotzdem Wert ist. Und ich muss es natürlich organisieren (Kostenübernahme, oder Selbszahlerrisikoausschlusß).

Aber das wird schon :-) Ich werde sicher den richtigen Weg gehen.

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19

Sonntag, 11. April 2010, 12:51

@ Ramona

Weißt du, was ich manchmal denke? Möglicherweise liegen manche Komplikationen auch darin begründet, dass ihr erst sehr spät angefangen habt etwas zu unternehmen (also in Richtung OP). Je mehr der Körper an Gewicht mit sich trägt, um so belastender ist das Ganze ja und um so mehr Probleme können auftreten denke ich. Es ist ja auch nun mal so, dass man keine Probleme damit hat einen kleinen Steilhang hoch zu klettern - aber auf die Zugspitze zu klettern traut man sich dann wohl eher nicht zu.

Ich glaube, dass es die richtige Entscheidung ist den Weg jetzt zu gehen und nicht erst 30 Kilo später.

Irgendjemand schreibt hier immer "unser Kopf wurde ja nicht mit operiert" - aber das sehe ich nicht ganz so. Ich versuche recht genau auf meinen Körper zu hören (auch wenn mir das nicht immer gelingt und ich mich so oft selbst belüge, wie jeder andere auch), aber der Magen schickt nun mal maßgeblich Signale ins Hirn und darauf reagieren wir. Es ist keineswegs so, dass wir nur aus Frust oder psychischen Problemen heraus futtern. Das ist zwar der Hauptgrund, warum wir so dick geworden sind, aber eben nicht der Einzige Grund. Das merkt man ja spätestens dann, wenn man sich wieder mal auf das essen konzentriert und weniger/normal essen will. Ich bin immer nur dann auf dumme Gedanken gekommen, wenn mein Magen HUNGER signalisiert hat (was er bei dem Volumen ständig tut). Das ist die Körperliche Variante - die psychische ist natürlich, dass es Phasen gab, wo ich ohne irgend ein Signal trotzdem gefuttert habe. Will sagen - ich denke sehr wohl, dass der Kopf bei so einer Entscheidung mit geht - immerhin trifft er diese Entscheidung ja sogar ;-) wenn aber nach der OP keine Besserung von Kopfseite eintritt, dann glaube ich - so wie du auch - dass da noch ganz übel was im Argen ist. Und über eins sind sich hier, glaube ich, alle einig - eine OP, ohne die Psyche in Angriff zu nehmen - also, die Ursachen und Gründe zu suchen und zu erforschen - ist völlig sinnlos.

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20

Sonntag, 11. April 2010, 13:45

RE: Eure Erfahrungen mit dem Schlauchmagen (+ & - )

Huhu Max :hallo:

Ich will auch auf deine Fragen antworten:


Zitat

Original von Speckbär


Was mich interessiert:

Wie lief es nach der OP?

Bei mir lief sehr schnell alles sehr gut und ich hab mich sehr schnell auf die neue Situation einstellen können.

Wie lange wart ihr im Krankenhaus?

nach der OP noch 5 Tage

Bei wem habt ihr euch operieren lassen?

Dr. Loermann in Lohne

Gab es Komplikationen, Schmerzen, Probleme? (bitte auch Kleinigkeiten, oder geringfügige Komplikationen)

Keine Komplikationen und Probleme und auch keine nennenswerten Schmerzen

Wie lange hat es gedauert, bis alles wieder "normal" war nach der OP (bezogen auf Schmerzen, Bewegung)

Ich glaube, so ca 3 Wochen.
Dann hab ich so ganz langsam mit sportlicher Betätigung angefangen und konnte mich auch im Alltag wieder normal bewegen.


Mit welchem Gewicht habt ihr die OP machen lasen? (interessiert mich vor allem, wenn es Komplikationen bei der OP gab)

knapp 108 kg (bei 1,57 Höhe)

Wie lange habt ihr den Schlauchmagen schon?

Seit dem 12.11.08

Habt Ihr noch Hungerattacken? oder überhaupt Hunger?

Hunger sehr selten, Attacken gar keine

Habt ihr das Gefühl euch fehlt was?

Nein, das Gefühl hatte ich bis heute zu keinem Zeitpunkt

Fehlt Euch das Essen?

Nein

Fühlt ihr Euch schlapp, oder kraftlos?

Nein, im Gegenteil. Man sagt mir nach, ich hätte Duracell im Arsch :grinsen:

Was für ein Futter-Typ wart ihr?

Ich war Volumen-Esserin... immer über den Hunger hinaus und vor allem deftig und herzhaft

Habt ihr den Weg unterschätzt, oder überschätzt?

Kann ich schwer sagen... ich denke, ich habe ihn überschätzt

Hat sich das, was ihr auf euch genommen habt mit der OP, gelohnt?

Auf jeden Fall!!!

Hat die OP auch euren Kopf entlastet, oder blieb die Gier nach schlechtem essen?
Erstmal hatte ich das Gefühl, der Kopf wäre mitoperiert worden. Inzwischen sieht das schon anders aus. Ich muss ständig aufpassen, nicht in meine alten Gewohnheiten zu fallen.

Konntet ihr euer Essverhalten nach der OP leichter umstellen, als bei den zig Diäten vorher?

Ja, das ging interessanterweise tatsächlich ohne Probleme. Motiviert durch die nahezu täglichen Erfolge während der gesamten Abnahmezeit

Habt ihr auf Süßigkeiten und Cola und so was leichter verzichten können, weil ihr keinen Hunger hattet?
Ich hatte vorher nie ein Problem mit Süßigkeiten und süßen Getränken. Somit fehlte mir nichts nach der OP. Aber seit ein paar Wochen hab ich ständig Jiffel auf Süßes :(

Wie zeitintensiv ist die Nachsorge bei euch?

Die Untersuchungen/Gespräche dauern incl. Blutabnahme immer ca 30 min.

Und nicht zu letzt - mit all eurem heutigen Wissen und Erfahrungen - würdet ihr es wieder tun?

Immer und immer wieder, jawoll!

Die Frage geht an alle - auch an die NICHT-Magenschlauch-Besitzer
Essen ist ja auch soziale Kommunikation(mit Freunden essen gehen, eingeladen werden und so, im Job, die Feiertage und so) Fehlt euch das irgendwie? Oder fühlt ihr euch eher befreit, weil es kein Kampf mehr ist?

Das hat mir von Anfang an überhaupt nicht gefehlt. Ich wurde ja z.B. relativ kurz vor Weihnachten operiert und ich hab mir vorher schon meine Gedanken gemacht, wie ich wohl gucke, wenn das leckere Essen da steht und ich nicht kann, wie ich will. Aber dann hab ich von allem winzige Fitzelchen probiert, war satt und zufrieden, dass ich alles mal kosten konnte. So war es dann auch später bzw ist bis heute so... im Restaurant bestelle ich mir kleine Portiönchen oder die "besonderen" Vorspeisen, die ich mir früher gar nicht zusätzlich zum Hauptgericht geleistet hätte. Ich genieße das und freue mich.

Liebe Grüße...
Dorina


Körpergröße: 1,57 m, OP-Gewicht: 107,6kg

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